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Anna Netrebko - Sie sieht aus wie ein Model und ist auf der Opernbühne ein Weltstar: Anna Netrebko besticht nicht nur mit ihrer Sangeskunst, sondern auch mit ihrer Schönheit. Jetzt kommt die temperamentvolle Russin zu drei Konzerten nach Deutschland.

Diese Frau sprüht nur so vor Temperament und Tatendrang. Als "das Wunder von Salzburg" mischte Anna Netrebko vor drei Jahren die Klassikwelt auf. Damals stürmte in der "Don Giovanni"-Premiere in Salzburg auf einmal ein ganz neuer Sängerinnentypus über die Bühne. Sie sah aus wie die junge Audrey Hepburn, besaß Maße wie ein Model, agierte in ihrer Rolle als Donna Anna leidenschaftlich wie ein Racheengel und offerierte dazu noch eine makellose Sopranstimme, basierend auf perfekter Gesangstechnik.

Seit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen ist die inzwischen 34-jährige Russin ein Dauerthema sowohl in den Feuilletons als auch in People-Magazinen. Wird mittlerweile eingekleidet von Escada, plaudert mit Robbie Williams vor 40 Millionen Fernsehzuschauern bei "Wetten, dass..." Mit ihrem Video "The Woman, The Voice" lag sie in den Popcharts noch vor Beyoncé und Britney Spears. Ihre beiden ersten Arien-Alben verkauften sich allein in Deutschland über 100000-mal.

Sie studierte am Konservatorium in St. Petersburg Gesang und jobbte nebenbei als Putzfrau am Mariinsky-Theater, um möglichst viel von den Proben auf der Opernbühne mitzubekommen. Räumte den ersten Preis ab beim Glinka-Gesangswettbewerb in Moskau und gewann zwischendurch noch einen Schönheitswettbewerb. 1994 debütierte sie am Mariinsky-Theater als Susanna in Mozarts "Figaro". Ein Jahr später holte der Dirigent Valery Gergiev sie als Natascha in "Krieg und Frieden", eine Koproduktion mit der San Francisco Opera.
Immer mit Leidenschaft: Video zu Mozarts "Don Giovanni"


Immer mit Leidenschaft: Video zu Mozarts "Don Giovanni"

Inzwischen ist sie auf dem Opern-Olymp angekommen, singt an den größten Opernhäusern der Welt, hat natürlich längst einen Exklusivvertrag mit einem großen Klassiklabel. Im letzten Jahr erhielt sie gleich mehrere Preise, darunter den Klassik-Echo als "Opernsängerin des Jahres".

Dieses Nomadenleben, das man als Sänger führen muss, ist natürlich auch ziemlich anstrengend. "Ich wünschte mir manchmal, etwas länger an einem Ort bleiben zu können – ich meine zu Hause in St. Petersburg. Ich bin eigentlich nie zu Hause, sondern immer unterwegs. Und das ist wirklich der schwerste Teil dieses Berufs."

Eigentlich ist Anna Netrebko eine ganz normale junge Frau von heute – keine Spur von Diventum: "Diese Zeiten sind nun wirklich längst vorbei. Sängerinnen, die sich exzentrisch aufführen, sind einfach dumm."


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Artikel erschienen im Mai 2005 - mobil DAS MAGAZIN DER BAHN



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